Analyse Landtagswahl 2016

Veröffentlicht am 08.04.2016 in Ortsverein

Interessante Wahlanalyse

Im Mittelpunkt der letzten öffentlichen Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Sontheim-Brenz stand sie Analyse der Landtagswahlergebnisse vom März. Der ehemalige Gemeinde- und Kreisrat Willi Häfele hatte dazu einige interessante Statistiken vorbereitet. Er und die zahlreichen Versammlungsteilnehmer äußerten ihr Unverständnis über die katastrophal schlechten Ergebnisse für die SPD in Baden-Württemberg.
Bild: Nachrichtenblatt Sontheim

Hier legten bekanntlich die Grünen stark zu, während sie im Nachbarland Rheinland-Pfalz große Einbußen hatten. Neben dem „Kretschmann-Effekt“ wurde auch das starke AfD-Ergebnis als Grund für die SPD-Niederlage in unserem Land ausgemacht. Einig waren sich die Besucher darin, dass die zweifellos gute Arbeit der SPD-Minister in der grün-roten Landesregierung überhaupt nicht honoriert wurde.

Als erfreulich bezeichnete W.Häfele jedoch das noch relativ gute Abschneiden der SPD im Kreis Heidenheim. Hier holte Kultusminister Andreas Stoch das zweitbeste Ergebnis im ganzen Land und kam somit wieder klar in den Landtag. Überraschend war sicher, dass die CDU im Kreis erstmals seit Bestehen des Landes 1952 keinen Landtagsabgeordneten mehr hat. Unverständlich sei, dass ein im Kreis nahezu unbekannter AfD-Vertreter aus Fellbach für Heidenheim in den Landtag gewählt wurde.

Breiten Raum nahmen in der Runde die Ergebnisse in den einzelnen Wahlbezirken von Sontheim, Brenz und Bergenweiler ein. Die SPD kam in der Gesamtgemeinde auf 18,9% und lag damit immerhin um 6,2% über dem Landesdurchschnitt. Trotzdem war der Verlust von 7,6% sehr schmerzlich – allerdings waren die Verluste der CDU in Sontheim mit 15,1% nahezu doppelt so hoch.

Sontheimer Wahlanalyse
Ein für viele überraschendes Ergebnis präsentierte Willi Häfele dann am Ende: Im Land Baden-Württemberg verlor Grün-Rot zusammen 4,3% und Schwarz-Gelb 9,0%. In der Gesamtgemeinde Sontheim/Brenz dagegen fuhr Schwarz-Gelb sogar einen Verlust von 12,0% ein, während Grün-Rot zusammen immerhin 0,6% gegenüber der letzten Landtagswahl hinzugewinnen konnte. Wäre dies im ganzen Land so gewesen, hätte Baden-Württemberg weiterhin eine grün-rote Landesregierung!

 

 

Andreas Stoch MdL

SPD-KV-Heidenheim

Neues aus dem Land

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteilige

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland.

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.